Kognitiver Abbau nach Sepsis – gibt es Coaching-Angebote?

Sepsisforum — Aufklärung & Community Foren Wissen & Fragen Reha, Anträge & Soziales Kognitiver Abbau nach Sepsis – gibt es Coaching-Angebote?

Wichtig: Dieses Forum ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Sepsis zählt jede Minute — wähle sofort den Notruf 112.
Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #277
    PetraWG
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich bin jetzt seit etwa 8 Monaten aus dem Krankenhaus raus und kämpfe noch immer mit den kognitiven Einschränkungen. Konzentration, Planung, manchmal vergesse ich mitten im Satz was ich sagen wollte. Meine Neurologin hat das Post-Sepsis-Syndrom bestätigt, aber konkrete Unterstützung bekomme ich kaum.

    Ich hab jetzt gelesen, dass manche Menschen, die nach einer Erkrankung mit sowas kämpfen, Coaching in Anspruch nehmen – speziell für Leute mit neurodivergenten oder erworbenen kognitiven Besonderheiten. Hat das jemand von euch gemacht? Wird das irgendwie von der Kasse übernommen oder zahlt man das komplett selbst?

    #278
    Frank60plus
    Teilnehmer

    Das kenne ich leider gut. Bei mir war es ähnlich nach meiner Sepsis vor zwei Jahren. Die Krankenkasse hat bei mir für sowas nicht gezahlt, zumindest nicht direkt – das lief höchstens über die Reha oder neuropsychologische Behandlung beim Facharzt.

    Coaching im eigentlichen Sinne gilt oft als keine Kassenleistung, das muss man in der Regel selbst bezahlen. Aber manche Arbeitgeber übernehmen was im Rahmen von Wiedereingliederung, da würde ich mal nachfragen. Und beim Sozialverband VdK oder der Verbraucherzentrale kann man sich auch kostenlos beraten lassen, was einem zusteht. Lass dich da nicht abspeisen.

    #279
    Jonas AlbrechtJonas Albrecht
    Teilnehmer

    Ich hab mich nach meiner eigenen Geschichte auch lang gefragt, ob Coaching überhaupt das Richtige ist, oder ob ich einfach mehr Geduld brauche. Letztlich hab ich beides gebraucht, ehrlich gesagt.

    Ich bin dann zufällig über ein Angebot gestolpert, das sich speziell mit kognitiver Neurodiversität befasst – also auch mit erworbenen Einschränkungen, nicht nur ADHS von Geburt an. Da hab ich damals bei Neurodiversität Coaching reingeschaut und das hat mir tatsächlich geholfen, einen strukturierteren Alltag aufzubauen. Ist kein Wundermittel, aber die hatten wirklich praktische Ansätze statt allgemeinem Motivations-Bla.

    Ob das was für dich ist, weiß ich nicht, aber schauen kostet ja nix.

    #280
    Maria LehmannMaria Lehmann
    Teilnehmer

    Danke Jonas für den Hinweis, das klingt interessant. PetraWG, ich wollte noch ergänzen: Frag unbedingt bei deiner Krankenkasse nach neuropsychologischer Rehabilitation – das ist ein Unterschied zu normalem Coaching und kann tatsächlich verordnet werden. Mein Mann hat das nach seinem Aufenthalt bekommen, hat ein bisschen Nerven gekostet bis alles bewilligt war, aber es hat sich gelohnt.

    Die zwei Wege schließen sich ja auch nicht aus – das eine ist medizinisch, das andere eher alltagspraktisch. Beides kann sinnvoll sein je nachdem wo man gerade steht.

Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.