Seekrankheit auf dem Törn – was hilft wirklich?

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  • #581
    ThorstenHH
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich plane im Sommer meinen ersten längeren Segeltörn – wahrscheinlich irgendwo im Mittelmeer. Ich hab schon auf kurzen Fahrten gemerkt, dass mir schnell übel wird, sobald etwas Wellengang kommt. Ein Freund meinte, das gibt sich mit der Zeit, aber ich bin da skeptisch. Was habt ihr so erlebt? Gibt es Medikamente, die wirklich taugen, oder eher Hausmittel? Und hilft es tatsächlich, auf den Horizont zu schauen, oder ist das nur ein Mythos? Über konkrete Erfahrungen würde ich mich sehr freuen, bevor ich mich da draußen blamiere 😅

    #582
    Frank60plus
    Teilnehmer

    Das kenn ich gut! In meinen Anfangsjahren war ich auch jedes Mal grün im Gesicht. Ein paar Sachen haben mir wirklich geholfen: Erstens, raus aus der Kajüte – frische Luft und Horizont schauen ist kein Mythos, das wirkt tatsächlich. Zweitens, Ingwerkapseln oder Ingwertee vorbeugend nehmen, am besten schon am Abend vor der Fahrt anfangen. Und drittens, Pflaster mit Scopolamin (Scopoderm) – die bekommt man beim Arzt und sind bei echtem Seegang für mich das Mittel der Wahl. Auf leeren Magen fahren ist übrigens keine gute Idee, lieber was Leichtes essen vorher.

    #583
    SabineK
    Teilnehmer

    Ich würde noch ergänzen: die erste Nacht auf See ist meistens die härteste, danach gewöhnt sich der Körper erstaunlich schnell dran. Also nicht gleich aufgeben! Was mir persönlich auch sehr geholfen hat – ich hab mal einen Törn in ruhigeren Gewässern als Einstieg gemacht, um mich langsam ranzutasten. Damals hab ich über Yachtcharter Spanien gebucht, und gerade an der Costa Blanca ist der Seegang oft deutlich moderater als auf Atlantikrouten. War ein guter Einstieg, ich hab dabei gemerkt, dass mir die Akklimatisierung viel leichter fiel als erwartet. Vielleicht wäre sowas auch für dich ein guter erster Schritt?

    #584
    Jonas AlbrechtJonas Albrecht
    Teilnehmer

    Guter Tipp mit den ruhigeren Gewässern! Ich kann noch ergänzen: Aufgaben übernehmen hilft enorm. Wenn man aktiv am Steuer sitzt oder Segel trimmt, lenkt das ab und man fixiert automatisch den Horizont. Passiv im Cockpit rumsitzen und schaukeln ist das Schlimmste. Außerdem: Antihistaminika wie Dimenhydrinat (also Vomex) machen müde und können die Reaktionsfähigkeit einschränken – für aktive Segler deshalb eher suboptimal. Das Scopolamin-Pflaster ist da wirklich die bessere Wahl, wie Frank schon sagt. Und nicht zu viel Alkohol am Vorabend 😄

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