Wie geht ihr mit der eigenen Erschöpfung als Angehöriger um?

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    Beiträge
  • #401
    Maria LehmannMaria Lehmann
    Teilnehmer

    Mein Mann lag vor vier Monaten auf der Intensivstation, Sepsis nach einer Bauch-OP. Er lebt, Gott sei Dank, aber der Alltag seitdem ist so anders. Ich bin die ganze Zeit seine Stütze, organisiere Arzttermine, rede ihm Mut zu – und merke, dass ich selbst irgendwie auf dem Zahnfleisch laufe. Hat jemand Erfahrungen wie man als Angehöriger da rauskommt, ohne das Gefühl zu haben, den anderen im Stich zu lassen?

    #402
    ThorstenHH
    Teilnehmer

    Das kenn ich von meiner Mutter her. Du musst auch auf dich schauen – sonst fällst du irgendwann selbst aus. Ich hab damals mit anderen Angehörigen geredet, einfach aussprechen was dich belastet hilft schon enorm. Gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe?

    #403
    SabineK
    Teilnehmer

    Ich war in einer ähnlichen Situation und hab damals systemische Beratung ausprobiert. Hat mir wirklich geholfen, klarer zu sehen was ich leisten kann und was nicht. Ich war bei https://www.systemische-beratung-junge.de – kann ich nur empfehlen, war kein großes Therapie-Ding, eher unterstützende Gespräche.

    #404
    Frank60plus
    Teilnehmer

    Das mit der Schuldgefühlen wenn man mal Pause macht – das ist so typisch und so unnötig. Dein Mann braucht eine Frau die Kraft hat, nicht eine die sich selbst aufopfert. Pass auf dich auf, das ist kein Egoismus.

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