Michael74

Verfasste Forenbeiträge

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  • als Antwort auf: Sehprobleme nach Sepsis – ist das normal? #282
    Michael74
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    Das kenn ich, nach meiner Sepsis vor zwei Jahren hatte ich auch Phasen mit verschwommenem Sehen. Mein Neurologe hat mir erklärt, dass das Nervensystem insgesamt sehr lange braucht um sich zu erholen – und dazu gehören eben auch die Augen bzw. die Verbindung zum Gehirn. Ich würde das auf keinen Fall einfach aussitzen. Geh zum Augenarzt, der kann zumindest ausschließen ob organisch was nicht stimmt. Danach weißt du wenigstens wo du dran bist.

    als Antwort auf: Konzentrationsprobleme nach Sepsis – habt ihr sowas auch? #362
    Michael74
    Teilnehmer

    Ja, das kenne ich sehr gut. Bei mir hat es fast ein Jahr gedauert bis sich das gebessert hat. Ich hab damals angefangen, ganz bewusst Pausen einzuplanen und nicht zu viel auf einmal zu machen. Klingt simpel, hat aber wirklich geholfen. Geduld mit dir selbst ist das Wichtigste.

    als Antwort auf: Mein Mann spricht nicht über die Intensivzeit #136
    Michael74
    Teilnehmer

    Hallo Annette, ich antworte mal als jemand, der lange genauso geblockt hat. Bei mir war es keine Ablehnung, ich hatte schlicht keine Worte dafür und Angst, dass alles hochkommt, wenn ich anfange. Was mir die Tür geöffnet hat: Meine Frau hat nicht gefragt „wie war es für dich“, sondern irgendwann ruhig erzählt, wie es für SIE war. Da musste ich nichts leisten, nur zuhören. Danach kam mein Teil von allein, in kleinen Stücken.

    als Antwort auf: Sepsis nach Routine-OP – hadere mit dem „warum ich“ #104
    Michael74
    Teilnehmer

    Danke euch beiden. Das Gespräch mit der Klinik habe ich mich bisher nicht getraut anzustoßen, aber je länger ich drüber nachdenke, desto richtiger fühlt es sich an. Besser als dieses ewige Kopfkino.

    als Antwort auf: Welche Warnzeichen hättet ihr rückblickend ernster genommen? #154
    Michael74
    Teilnehmer

    Bei mir: extremer Schüttelfrost, wie ich ihn noch nie hatte, und dann diese Verwirrtheit. Meine Frau sagte später, ich hätte wirres Zeug geredet und sie nicht richtig erkannt. DAS war ihr Alarmsignal, und es hat mir vermutlich das Leben gerettet. Verwirrtheit unterschätzt man total, man denkt ja bei Infekt an Fieber, nicht an den Kopf.

    als Antwort auf: Wiedereingliederung: Erfahrungen mit dem Hamburger Modell? #172
    Michael74
    Teilnehmer

    Bei mir ähnlich, allerdings mit Reibung beim Arbeitgeber, der wollte das Tempo anziehen. Was geholfen hat: alles schriftlich über den Betriebsarzt laufen lassen und die Stufenpläne dokumentieren. Und dem inneren Druck widerstehen, den Kollegen beweisen zu müssen, dass man wieder voll da ist.

    als Antwort auf: Wie habt ihr wieder Vertrauen in euren Körper gefunden? #92
    Michael74
    Teilnehmer

    Kenne ich zu 100 Prozent. Was mir geholfen hat: Ich habe mir vom Arzt erklären lassen, welche Warnzeichen wirklich relevant sind, statt bei jedem Wehwehchen Alarm zu schlagen. Und ich habe angefangen, mit einer Psychologin über die Zeit auf der Intensivstation zu sprechen. Hätte ich viel früher machen sollen.

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